Letzte Aktualisierung 06.07.2013 (N-Tram-Galerie)
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Schwerpunktthema: Szenische Gestaltung

Sicher haben Sie auch schon einmal beim Betrachten von Anlagenfotos oder von Ausstellungsanlagen darüber gegrübelt, was denn da nicht stimmt, warum keine Atmosphäre aufkommen mag. Oft sind es grobe handwerkliche Schnitzer, verniedlichte Dimensionen etwa, unzureichende Gleis-Nutzlängen, überladene Arrangements „wie aus der Resteverwertung“. Noch öfter aber fehlen nur Kleinigkeiten, die den Blick einzufangen und festzuhalten vermögen, gleichsam im Kopf des Betrachters eine Filmspule auflegen, an eine bestimmte Situation erinnern, an ein bestimmtes Gefühl, vielleicht einen Duft oder einen Klang, appellieren. Diese (fehlenden) Details gilt es zu finden und zu ergänzen. Nicht mit der Gießkanne sollen Glanzlichter gesetzt werden, sondern mit der Pipette: mengengenau, ortsgenau, treffgenau. Es soll kein Detailbrei entstehen, sondern kleine Detailgruppen sollen Aufhänger zum Träumen und Weiterstöbern sein.

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Und schauen Sie sich einmal die Galerie von N-Tram an: Wenige unaufdringliche Details lassen die Nm-Module zum Leben erwachen. Wie das eigentlich geht, dass einmal Figuren hier stehen, dann dort, dann nirgends? NOCH-Kleber "Hin und weg" - gibt's im  aStore Modell unter "Kleben"...

Themen auf dieser Seite (von oben nach unten):

I. Öde Betriebsstellen
A. Bahnhof Kombach
a. Bestandsaufnahme
b. Vorhaben-Liste
c. Umsetzung
B.
C.
II. Langweilige Strecken
A.
B.
III. Kleine Zubehörkunde
A. Figuren
B. Fahrzeuge
C. Kleinteile
D. Flora

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I. "Betrieb eingestellt, oder was?"
    Öde Betriebsstellen


I. A. Der verpennte Bahnhof

I. A. a. Bestandsaufnahme

Mein Bahnhof Kombach steht zur Revision an. Er hat schon einige Jahre und diverse Ausstellungseinsätze „auf dem Buckel“, ist aber nie so ganz fertig geworden. Sein Gleisplan ist interessant und brauchbar, seine Abmessungen sind fast optimal (2 m lang, 55 cm breit, gut 1,40 m Nutzlänge im Durchgangs- und im Überholgleis), und er hat sich betrieblich als Kreuzungs- und als Endbahnhof (mit angesetztem Streckengleismodul fürs Ausziehen) bewährt - auf Fotos jedoch wirkt er meist irgendwie steril und leblos. Das soll sich jetzt endgültig ändern.

Was ihn so statisch erscheinen lässt, ist schnell klar: Da ist zum einen die Bahnsteig- und Gleisfeldbeleuchtung, oder genauer, da ist sie nicht, die nie fertig und natürlich dann auch nie eingebaut wurde. Dann ist, zum zweiten, der Bereich am Güterschuppen so leer und sauber, als gäbe es hier nie etwas im Ein- oder Ausgang: Kein Bediensteter ist zu sehen, kein Frachtstück, kein Hilfsmittel, einfach nichts, was auf Betriebsamkeit hinweist. Auch, drittens, Reisende haben sich nicht hierher verirrt. Niemand wartet auf den nächsten Zug – wann wird hier eigentlich der Zugbetrieb eingestellt? Oder läuft hier gar schon lange nichts mehr?

An beiden Ladestraßen (ja, hier hat der Bär den Platz zum Toben!) sieht es ähnlich aus: Die ordentlich asphaltierten Flächen sind frei von Reifenabrieb, verlorenem Ladegut, Ölflecken und was sich sonst Mitte der 60er Jahre üblicherweise bar jeden Umweltskrupels an solchen Stellen fand. Wo sollten solche „Lebenszeichen“ auch herkommen? Es hat sich ja noch nicht einmal ein Kleinlaster oder Lieferwagen zum Entladen oder Aufliefern von Fracht eingefunden. Das großzügig angelegte, wichtig wirkende Absetzgleis mit beidseitiger Rollbockgrube in bestem Unterhaltungszustand strahlt nur einen Eindruck aus: Leere…

Außerdem fehlen noch immer die Weichenstellböcke - sie sollten gleich nach dem ersten Ausstellungseinsatz, der ach so plötzlich kam, nachgerüstet werden…

Und, last but not least, das gepflegte Englisch-Grün der Wiesen kann hier und da auch ein wenig mehr Brachland-Charakter vertragen.


Zwei Zugführer mit ihren Personenzugleistungen treffen sich in Kombach - Szene vom Ausstellungsbetrieb auf der Faszination Modellbau Friedrichshafen 2008                    

(Foto: Manuel Scholz/Team 750, Anlagenbau H. Gasthaus)

Der auf dem linken Gleis (Gleis 4) stehende Güterzug mit mit Holzstämmen beladenen Drehschemelwagen und die Wagen rechts (Pufferwagen, 2 abgeschemelte Normalspurwagen) auf Gleis 3 sind einfach zu wenig, um den Bahnhof geschäftig wirken zu lassen. Auch das auf der Ladestraße hinter dem (verdeckten) Güterschuppen aufgestapelte Holz kann den tristen Eindruck nicht retten - ein klarer Fall von Revisionsbedarf!


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I. A. b. Vorhabenliste

Viel zu tun?
Nein, nicht wirklich. Nur Akzente sollen gesetzt werden, um nicht das Gegenteil des Jetzt-Zustandes zu erreichen: eine überladene Szenerie. Denn die wäre sicher mindestens genauso schlimm. Aber für einige Stunden – oder ein paar Tage mehr – reicht der Arbeitsvorrat schon.


Benötigt werden: 5 Weichenstellböcke („Beweglich oder funktionslos?“ „Ist eigentlich zweitrangig…“), 5 – 6 Holzmastleuchten (damit die Rollbockgrube auch vor Tag und Tau gefahrlos betrieben werden kann), ein oder zwei Schuppenarbeiter, eine Sackkarre, einige Stückgutteile, vielleicht eine Transportkarre für Reisegepäck (ja, damals konnte man seine Koffer noch am Bahnhof aufgeben) und eine für Post, zwei, drei Reisende, die den Bahnsteig „bevölkern“, zeitweise darf auch mehr los sein, vielleicht eine Bank dazu, eine Haltestelle für den Busanschluss ins Umland (Bahn? Post? Nahverkehrsunternehmen? Ich entscheide mich für den Roten), eine gelbe Telefonzelle, zwei, drei oder vier Reisende, die auf den Bus warten, das Taxi für die besonders eiligen Zeitgenossen, ein VW-Pritschenwagen, der am Güterschuppen stehen wird, ein Fahrer dazu, der „bahnamtliche Rollfuhrunternehmer“, der für kleines Geld Stückgut vom Güterschuppen zum Adressaten transportiert, ein Fünftonner, der am Absetzgleis Fracht aus einem Waggon abholen soll, ein Förderband (Luxusausstattung!) nebst Stromanschluss am Holzmast, damit auch Kohlen, Baustoffe und Ähnliches „modern“ umgeschlagen werden können, einige Verbotsschilder (ganz besonders wichtig wegen der Authentizität!), Verkehrszeichen und Hinweistafeln, zwei, drei geparkte Autos, abgestellte Fahrräder (die wurden damals eher seltener geklaut als heute - ja, ja, die gute, gute alte Zeit…), etwas „gemischte Vegetation“, Farben, Feingranulate (Kohlenstaub, Ziegelgrus, Erde…).

Sicher haben auch Sie in Ihrem Fundus das meiste des hier Aufgezählten. Also los! Brezeln Sie doch auch einmal eine triste Anlagenecke auf, oder – vielleicht noch wichtiger! – entfernen Sie das Zuviel, das Sie an einer besonders ausdetaillierten Szene im Überschwang der Schöpfung verbaut haben. Das dabei angefallene Sammelgut kann sicherlich eine zweite, bedeutendere Karriere an anderer Stelle starten. Ich besorge derweil, was mir noch fehlt, und „demnächst“ werden Fotos zeigen, wie Kombach endlich zum Leben erwacht.

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I. A. c. Umsetzung
 
Es sind eingetroffen: 10 bewährte Schmalspur-Weichenstellböcke von Weinert, wunderschöne Karren, Kisten, Kartons und Paletten von KoTol und noch sonst einige "unverzichtbare" Teile. Außerdem zwei Glöckner-Schmalspurweichen für ein anderes Projekt - mehr davon in Kürze an anderer Stelle, denn der Neubau, für den sie vorgesehen sind, wird auf der Intermodellbau in Dortmund 2010 Premiere haben...

Lang ist's her, dass hier die Vorhabenliste entstand - und dann kam der Frostwinter 2009/2010. Da sich mein Lagerraum und meine Werkstatt auf dem nicht isolierten Dachboden befinden (Innentemperatur ungefähr gleich Außentemperatur!), war zunächst Warten angesagt.

Der Neubau (vorgestellt in Planung/Unterbau, Der [teil-]offene Modulrahmen) hatte Vorrang, auch bei Frost wurde gewerkelt, und die Deko-Arbeiten hieran wurden im wohltemperierten Esszimmer beendet (Dank an die beste Ehefrau von allen...). Beim Bestand blieb es beim Nötigsten, und so kam Kombach wieder im Altzustand zum Einsatz: Revision verschoben.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, heißt es bei den Fußballern. Nach der Ausstellung ist nach der Ausstellung, heißt es meist bei mir: Erst wenn die nächste Messeteilnahme terminiert ist und langsam, aber unaufhörlich näher rückt, kommen die guten Vorsätze wieder aus dem Hinterkopf gekrochen. So auch jetzt: Im zeitigen Frühjahr 2011 gehts wieder raus! Mit einem aufgearbeiteten Kombach-Design!

Bei aller Sortimentsbreite: Es gibt immer noch eigentlich Unverzichtbares, das als H0-Zubehör nicht zu bekommen ist. Mir fehlen immer noch ein vorzeigbares Haltestellenschild für den Bahnbus und eine Telefonzelle. Ein Kunststoff-Haltestellenschild kommt mir nicht vor den Bahnhof (viiiel zu dick!), und die typischen gelben kantigen Telefonhäuschen der Epoche III (FeH 53 hieß seine Bezeichnung bei der Deutschen Bundespost für das Modell mit der teils nach innen schwenkenden Tür, FeH 55 für das Häuschen mit nur nach außen öffnender Tür), das zu Vor-Handy-Zeiten buchstäblich überall zu finden war, bietet noch nicht einmal ein Kleinserien-Hersteller an.

Aber sonst siehts recht gut aus.

In den nächsten Tagen also hier mehr...

I. B.

I. C.

II. "Ist das hier ein Golfplatz?"
    Uniforme Strecken

II. A.


II. B.

III. "Für so'n Quatsch habe ich kein Geld über!"
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Ohne den "Kleinkram" bleibt Ihre Anlage auf Dauer steril, spannungsarm, kurz gesagt: die Übertragung Ihrer zweidimensionalen Planungsskizze in ein dreidimensionales Abbild. Selbst, wenn bei der Begutachtung für den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" das Preiskomitee durch den Ort wandelt, sind die Straßen, Wege und Plätze nicht menschen- und gegenstandsleer. Dies gilt natürlich umso mehr, wenn wir eine Umgebung darstellen,die "arbeitsrealistisch" wirken soll. Ordnung und Sauberkeit - klar, das wollen wir auch, aber in Wirklichkeit wird erst nach der Arbeit aufgeräumt, und nicht alles und jeder verschwindet in einem Haus oder in einem Schuppen...

III. A. Figuren

"Figuren" nennen wir die Stellvertreter unserer Spezies auf Modellbahnerden - wie abschätzig! Mit deutlich mehr Sympathie ist der Begriff "Preiserlein" befrachtet, bei dem ein Hersteller als Namengeber für alle ähnlichen Produkte fungiert. Wie dem auch sei: Die Dosierung machts. Ohne diese mysterischen Gebilde kommen wir nicht aus, aber Massenszenen sollen/müssen es nur im Ausnahmefall sein (wenn Sie etwa damit auftrumpfen können wollen, dass das Fußballspiel am hinteren linken Anlagenrand exakt 2187 Zuschauer angelockt hat). Haben Sie die nötig?

Außer uns Zweibeinern gibt es noch etliches mehr oder weniger aufrecht Gehendes zu entdecken, und auch die Miniaturen von Hunden, Katzen, Schweinen, Rindern, Pferden, kurz, von allem mit bloßem Auge aus einiger Entfernung wahrnehmbaren Getier, landen bei uns in der Kategorie "Figuren". Mich schreckt die Nähe nicht...

Modellmenschen und -getier "im angenäherten Maßstab 1:87" gibt es in Hülle und Fülle, nicht nur von jener eingangs beiläufig erwähnten Kleinkunst-Werkstätte oder ihren wenigen verbliebenen echten Wettbewerbern, sondern auch von Herstellern, an die man in diesem Kontext nicht sogleich denkt: Auch Faller, kibri, Roco, Weinert, um nur einige zu nennen, haben mitunter Menschlein im (Bausatz-)Beipack oder im Spezialitäten-Angebot. In letzter Zeit etabliert sich auch die Wangener NOCH KG immer stärker als Fleischlieferant.

Wo das Angebot breit ist, lassen sich naturgemäß auch Unterschiede finden. Die Figuren von Kibri etwa, meist, aber nicht nur mit den Straßenfahrzeug-Bausätzen geliefert, sind recht stark stilisiert und uniform. Den Qualitäts-Gegenpol bildet die Exklusivserie von Preiser, bei der ein geübter Augenarzt auf den ersten Blick aus zwei Metern Entferung mitunter auch leichte Augenfehlstellungen zu diagnostizieren vermag - wenn er es denn will!

Lesen Sie demnächst hier weiter?

III. B.

III. C.

III. D.



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